Feuerwehr Bodenmais

Schneekatastrophe Februar 2006

Übung

Am Freitag, den 11. Mai um 19.00 Uhr!


Atemschutz - Übung

Am Freitag, den 18. Mai um 19.00 Uhr!



Schneekatastrophe Februar 2006

Schneekatastrophe Februar 2006Starke Schneefälle ab Montag, den 06. Februar und der seit November 2005 auf den Dächern liegende Altschnee führten zu einer Dachlast von bis zu 500 kg pro qm. Die Dächer in unserer Region sind ausgelegt für Dachlasten von ca. 175 kg bis 200 kg pro qm. Durch diese gewaltige Erhöhung und die bereits vorausgesagten Regenfälle ergab sich eine Einsturzgefahr für fast jeden Dachstuhl.

Am Mittwoch, den 08. Februar um 16.20 Uhr wurde vom LRA Regen Katastrophenalarm für den Landkreis Regen ausgelöst. Dieser sollte ursprünglich bis Sonntag bestehen bleiben. Letztendlich wurde dieser Katastrophenalarm am Donnerstag, den 16. Februar um 19.00 Uhr aufgehoben.

Da das Abschaufeln der Dächer von den einheimischen Feuerwehren nicht zu schaffen war, waren viele zusätzliche Kräfte nötig. Diese Einsatzkräfte kamen in Bodenmais letztendlich von den verschiedensten Organisationen aus ganz Bayern und mit der Freiwilligen Feuerwehr Thalheim, die ab Mittwoch bis Freitag vor Ort waren, sogar aus Baden Würtemberg.

Begonnen wurde mit dem Abschaufeln bei den öffentlichen Gebäuden und den großen Hotels oder bereits zu diesem Zeitpunkt vorhandenen, stark einsturzgefährdeten Gebäuden. Bereits am Donnerstag erhielten wir Unterstützung von der FF Viechtach, der FF Arrach, der Bergwacht Viechtach und vom THW Straubing, welche auch am Freitag bei uns eingesetzt waren. Am Freitag kamen uns weiterhin Kräfte der Bundeswehr aus Regen und der Bergwachten Nesselwang und Oberjoch zu Hilfe. Am Samstag und Sonntag unterstützten uns jeweils ca. 150 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Ansbach. Am Freitag, Samstag und Sonntag war die Bergwacht aus Arnbruck mit einer starken Mannschaft vertreten. Am Montag erhielten wir Hilfe von ebenfalls ca. 150 Kräften aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, 18 Kräften aus der Stadt Ansbach und der Bergwacht Zwiesel. Am Dienstag unterstützten uns nochmals die ca. 150 Kräfte aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, zusätzlich kam nochmals ein Kontingent, mit 193 Mann aus dem Landkreis Ansbach und die 18 Mann vom Vortag aus der Stadt Ansbach. Verstärkt wurde dieses bereits große Kontingent noch durch 10 Helfer von Bergwachten aus dem Fichtelgebirge. Am Mittwoch unterstützten uns Feuerwehren aus dem gesamten Regierungsbezirk Unterfranken mit 156 Mann, die z. T. eine Anfahrt von knapp 500 km hatten. Die Kräfte kamen hier nicht nur von Freiwilligen Feuerwehren, sondern auch von der BF Würzburg. Am Donnerstag waren dem Raum Bodenmais Einsatzkräfte aus dem Landkreis Regensburg, mit 8 Mann der FF Pfatter, dem Landkreis Schwandorf mit einer Stärke von 28 Mann, ein Teilkontigent aus dem Landkreis Neumarkt mit ca. 50 Mann und und ein Teilkontigent aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach mit ca. 70 Helfern zugeteilt. Daneben war die Bergwacht Aschau mit 4 Mann zur Höhensicherung eingesetzt. Das THW aus den Ortsverbänden Amberg und Schwandorf war mit ca. 10 Mann am Langlaufzentrum Bretterschachten eingeteilt.

Zusätzlich zu den großen Kontingenten waren viele kleinere Einheiten vor allem mit Drehleitern von der FF Pfatter (Lkr. Regensburg), FF Stadt Amberg, FF Stadt Straubing im Einsatz. Eine Drehleiter war am Dienstag auch von der Air Force Fire Brigade der US-Army Garnison Ansbach, die am Sonntag auch schon mit dem Landkreiskontingent Ansbach eingesetzt waren, im Einsatz.

Um die Gefahren genauer einzuschätzen und eine Prioritäenliste zu erstellen, waren Statiker eingesetzt.

Diese waren:
  • Martin Wenzl, Bodenmais (Ing. Kontor)
  • Robert Brunner, Prackenbach (Ing. Büro Brunner)
  • Siegbert Schanderl, Teisnach (Ing. Büro Schanderl)
  • Seitz und Reithmeier, Regensburg
  • Werner Müller (LRA Regen - Untere Bauaufsichtsbehörde)

Vom Roten Kreuz waren eingesetzt:

  • Kreisverband Regen, Bereitstellung der Verpflegung
  • Sanitätskolonne und SEG Bodenmais Verpflegung vor Ort
  • Helfer vor Ort Zellertal/Bodenmais

Folgende Firmen unterstützten die Einsatzkräfte bzw. die Gemeindeverwaltung:

  • Transporte Weikl (Bodenmais)
  • Freimuth-Bau (Bodenmais)
  • Werner Wölfl (Bodenmais)
  • Zistler GmbH (Bodenmais)
  • Zimmerei Köppl (Drachselsried)
  • Rücketeam Saller (Bodenmais)
  • Joska Crystal (Bodenmais)
  • Kranverleih Aschenbrenner (Runding)
  • Hebebühnenverleih Malergeschäft Sogerer (Arnbruck)
  • Hebebühnenverleih - Elektro Tremmel (Hötzelsried)

Lieferanten für weitere Verpflegung vor Ort waren:

  • Getränkelieferungen (Rudolf Brandl)
  • Bäckereien (Bäckerei Probst, Dorfbäckerei Fritz)
  • Metzgerei (Metzgerei Macht)

Ein herzlicher Dank geht auch folgenden eingesetzten Feuerwehren aus dem Landkreis Regen:

  • FF Thalersdorf
  • FF Niederndorf
  • FF Schlatzendorf
  • FF Blossersberg
  • FF Wiesing
  • FF Pirka
  • FF Arnbruck (Lotse für die auswärtigen Kräfte nach Bodenmais)
  • FF Ruhmannsfelden (Unterbringung und Verpflegung)
  • FF Regen (Nachalarmierende Stelle und Versorgungsfahrten)

Ein ebenso großes Danke-Schön an die Hotels und Pensionen, die Einsatzkräfte einquartiert hatten:

  • Hotel Hofbräuhaus
  • Hotel Waldesruh
  • Hotel Bergknappenhof
  • Hotel Fenzlhof
  • FeWo Bodenmaiser Blick
  • FeWo Haus Waldfrieden

Ein besonderer Dank geht aber im Namen der FF Bodenmais und des Marktes Bodenmais nochmal an Euch Kameraden aus allen Hilfsorganisationen für eure gute und professionelle Mitarbeit sowie die stets gute Zusammenarbeit.

Ebenso ist allen eingesetzten Kräften ein großes Lob für ihre vorsichtige, umsichtige und konzentrierte Arbeit (die Sicherungen sind immer wieder auf den Fotos zu sehen), auszusprechen. Nur diesen Umständen ist es zu verdanken, dass trotz mehreren hundert Kräften, die täglich eingesetzt waren, bis auf einen kleineren Unfall mit Prellungen und Blutergüssen nichts schlimmeres passiert ist. Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen, was aber bei der Vielzahl der Helfer durchaus möglich sein könnte. Sollte es so sein, bitte ich um Nachsicht, es ist mit Sicherheit keine Absicht. Sollte sich jemand betroffen fühlen, so kann er sich gerne beim Webmaster/Schriftführer melden.

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